2. Einwirkung auf die Anschlussfuge

2.6. Prinzip der Folienabdichtung

 

Folien aus elastischen Dichtmassen wie Silikon oder Polysulfid, Folien auf Basis von Aluminium, Kunststoffverbund (oft mit putztragenden Ausrüstungen) sowie auf EPDM-Basis funktionieren nach dem Grundsatz der künstlichen Fugenverbreiterung, wie sie für die Fenster- und Fassadenmontage eingesetzt werden.

Die Fähigkeit zur Bewegungsaufnahme wird durch eine materialspezifische Elastizität hergestellt und ist gegenüber einer in die Fuge eingebrachten Dichtmasse meist erheblich größer. Das liegt an der geringen Materialstärke der Folie und der daraus resultierenden geringen Zugkräfte, die in die Klebeverbindung der Folie zum Untergrund eingebracht werden. Folien ohne Elastizität müssen mit einer Dehnschlaufe eingebaut werden. In jedem Fall muss die in die Klebung eingebrachte Zugkraft geringer sein, als die von der Klebung aufnehmbare Zugbelastung.

Ein weiterer Vorteil einer Folienklebung ist die Möglichkeit, die Klebefläche wesentlich größer als bei Dichtstofffugen nach DIN 18 540 zu wählen.

Das Resultat ist eine in der Regel erheblich höhere Lebensdauer einer Folienabdichtung gegenüber einer Abdichtung mit Dichtmassen.

 

© illbruck GmbH
© illbruck GmbH